Bedeutungsvolle «Ankunftszeit»

Advent und Weihnachten als Raum für die Ankunft Gottes

Wir erleben herausfordernde Zeiten. Das bundesrätliche Wort vom «Marathonlauf», welches im Frühling ausgesprochen wurde, hat einen sehr, sehr langen und herausfordernden Nachhall. Wir werden nach wie vor gemahnt, unsere physischen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

Festgelegte Ankunftszeit?

So müssen wir in dieser Advents- und Weihnachtszeit auf manch liebgewordene Tradition verzichten, auch wenn sich Weihnachten nicht verschieben lässt. Der Termin steht fest und ist bekannt, wie die Ankunftszeit eines Zuges an unseren Bahnhöfen. Zur Ankunftszeit gehört eng verbunden die Wartezeit. Diese kann, je nachdem, wann sich jemand auf den Weg zum Bahnhof gemacht hat, unterschiedlich lang sein.
Die Wartezeit auf Weihnachten ist zwar äusserlich gesehen für alle gleich bemessen und beginnt mit dem 1. Adventssonntag. Dennoch variiert sie bei allen Menschen. Es kommt darauf an, wieviel Zeit wir persönlich in der Adventszeit als Vorbereitungszeit nutzen. Und da sind nicht nur Einkäufe oder das Besorgen von Geschenken gemeint.

Qualität oder Quantität

Der Blick auf die Warte- und Ankunftszeit ist so nicht nur eine Frage der Zeitmessung, sondern auch der Nutzung der Zeit. Zeit kann – das wussten schon die alten Griechen – unterschiedlich gedeutet werden. Sie verwendeten daher zwei Wörter für die Zeit. Die messbare Zeit nannten sie «Chronos». Wir kennen das Wort in deutschen Wörtern, wie etwa Chronologie, was den Zeitablauf bezeichnet. Die Zeit als günstige Gelegenheit und richtigen Zeitpunkt nennen sie «Kairos». Der «Chronos» steht auf der einen Seite für den tickenden Zeiger auf der Uhr, der die Sekunden, die Minuten, Stunden, Tage und Jahre zählt. Er kümmert sich um die Vergangenheit und die Zukunft. Der «Kairos» auf der andern Seite steht für die Gegenwart, den aktuellen Moment mit seinen Chancen und Möglichkeiten.

Gott kommt in unserer Welt an

Gott wird Mensch, das werden wir mit Weihnachten feiern. Und da stellt sich die Frage nach der Ankunftszeit. Vielleicht ist sie gar nicht so eindeutig und klar. Was, wenn sich Gott eher an den «Kairos», den wahren und richtigen Zeitpunkt hält? Für den Evangelisten Lukas war es eindeutig, dass zur Zeit des Kaisers Augustus der richtige Zeitpunkt der Menschwerdung Gottes im Kind in der Futterkrippe war. Und dennoch hält er die Ankunftszeit irgendwie offen, wenn er in seinen Schilderungen die Engel verkünden lässt: «Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren!» Es gibt wohl kein gegenwärtigeres Wort als «heute». Es lässt Raum, die Ankunftszeit nicht als Zukunftswort «Gott wird kommen» oder als Wort der Vergangenheit «Damals, in den Tagen des Kaisers Augustus» zu hören, sondern auch als Wort des Hier und Jetzt. Passend heisst es in einem eher unbekannten Lied: «Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde. Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er kommt.»


Eine Million Sterne

Ein Licht anzünden und ein starkes Zeichen setzen!
Kurz vor Weihnachten werden wieder «Eine Million Sterne» für Solidarität mit Armutsbetroffenen in der Schweiz leuchten. Über 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz sind von Armut betroffen oder leben an der Armutsgrenze. Die Corona-Situation verschärft die finanzielle Lage vieler Menschen zusätzlich. Darum geht der Erlös der Aktion «Eine Million Sterne» an die Hilfsprojekte der Caritas Schweiz für armutsbetroffene Personen und Familien. Auch in unserer Seelsorgeeinheit wollen wir die Kerzen sprechen lassen. An folgenden Daten und Orten werden bei den Kirchen viele Kerzen leuchten und damit ein Solidaritätszeichen setzen:

Samstag, 12. Dezember  
nach dem Gottesdienst um 18.30 Uhr
Pfarrkirche Rieden

Sonntag, 13 Dezember
nach dem Gottesdienst um 19.30 Uhr
Pfarrkirche Gommiswald

Samstag, 19. Dezember
18.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
Stadtkirche Uznach


Friedenslicht – «Ein Licht, das verbindet»

Unter dem Motto «Ein Licht, das verbindet» wird das Friedenslicht auch in diesem Jahr von Hand zu Hand weitergegeben und in die Welt hinausgetragen. Die offizielle Übergabe wird für das Linthgebiet im Rahmen einer schlichten ökumenischen Feier am Sonntag, 13. Dezember um 18.30 Uhr in der Stadtkirche Rapperswil stattfinden. Die Delegationen aus allen Pfarreien des Linthgebietes und interessierte Personen sind herzlich dazu eingeladen.

Sonntag, 13. Dezember
18.30 Uhr
Stadtkirche Rapperswil


Kirchliche Jugendarbeit

«Leben auf der Gasse»-Tour in Zürich

Hast du dich jemals gefragt, wie das Leben auf der Strasse ist? Gemeinsam mit der Organisation «Surprise» werden wir Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten. Die ökumenische Jugendarbeit JAK_ lädt alle Oberstufenschülerinnen und -schüler ein, an der erkenntnisreichen Tour teilzunehmen. Wir treffen uns am Samstag, 9. Januar 2021 um 15.00 Uhr beim Bahnhof Uznach und werden um 20.45 Uhr zurückkehren. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte bringt eine eigene Schutzmaske sowie wetterfeste Kleidung mit. Der Teilnahmebeitrag beträgt Fr. 10.–. Weitere Informationen findest du auf Instagram unter: @jak_linth. Für die Anmeldung und bei Fragen darfst du dich gerne bei Samira Zumstein 077 511 17 94 melden. Anmeldeschluss ist Dienstag, 5. Januar 2021. Wir freuen uns, wenn auch du dabei bist.

Samstag, 9. Januar 2021
15.00 - 20.45 Uhr


Erstkommunion 2021:

«Jesus ist das Licht der Welt»

 
Es werde Licht
«Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: ‹Es werde Licht›. Und es wurde Licht.»
Mit diesen Worten beginnt unsere Heilige Schrift, die Bibel. Sie besagen: ohne Licht geht gar nichts, mit Licht ist alles möglich. Mit diesem Licht sind jedoch nicht nur natürliche und künstliche Lichtquellen gemeint, sondern auch das Licht in unseren Herzen, das allein von Gott kommt. Dieser Begriff des Lichtes zieht sich durch die ganze Bibel, bis hin zu Jesus, der von sich selbst sagt: «Ich bin das Licht der Welt.»
 
Wer oder was ist Licht?
Bei einer Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern zum Thema «Licht» sind einige überraschende Begriffe aufgetaucht: Lampen, Laser, Feuer, Kerzen, Sonne. Aber auch Polarlichter, Glühwürmchen, Positionslichter, Lichtgeschwindigkeit, Taufkerze und vieles mehr.
Licht in den verschiedenen Formen hat für uns unterschiedliche Bedeutungen. Das Licht erleichtert uns den Alltag, damit wir unserer Arbeit und unseren Freizeitbeschäftigungen auch nachts nachkommen können. Früher half das Sternenlicht den Seefahrern den richtigen Weg zu finden und Leuchtfeuer und Leuchttürme markierten Klippen, Küsten und Häfen. Doch Licht ist noch viel mehr. Die verschiedenen Lichtquellen wecken in uns unterschiedliche Gefühle. So vermittelt das Licht der Kerze Geborgenheit und Ruhe, ein Cheminéefeuer kuschelige Wärme, die Sonne weckt unsere Lebensenergie und stärkt unsere Lebensfreude, der klare Sternenhimmel bringt uns zum Staunen und Taschenlampen geben uns Sicherheit und Orientierungshilfe.
So werden wir uns in der Vorbereitung auf die Erstkommunion darüber Gedanken machen, wer oder was uns in unserem Leben Licht ist und Orientierung sowie Sicherheit gibt. Wir wollen dem Licht Jesu folgen und zu erkennen versuchen, dass wir durch ihn nicht länger in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben. Wir wollen die Zuversicht teilen, dass wir verbunden mit Jesus unseren Weg finden und er uns durch alle Lebenslagen begleiten wird. Tief in unseren Herzen versuchen wir das Licht des Lebens zu spüren – jenes Licht, das uns Kraft, Geborgenheit und Orientierung gibt.

Das Licht der Welt
Wie wir in besonderen Momenten unseres Lebens eine Kerze entzünden, um unser Gebet zu verstärken und unsere Verbundenheit mit Gott zu zeigen, so zünden wir in der Osternacht jeweils die neue Osterkerze an und tragen sie in die dunkle Kirche. Diese Kerze symbolisiert den auferstandenen Christus, das Licht der Welt. Welch grosse Freude spüren wir, wenn das Licht der Auferstehung, das Zeichen der unendlichen Liebe Gottes, zu uns Menschen kommt und den Raum der Kirche und unsere Herzen erfüllt.

Gemeinschaft
mit Jesus und untereinander

Unsere Erstkommunionkinder bereiten sich auf das grösste Geheimnis unseres Glaubens vor, den Empfang des Heiligen Brotes, das Jesus selber ist. Wie schon bei ihrer Taufe, entzünden wir auch an ihrer Tauferinnerung ihre Taufkerze an der Osterkerze und feiern so das Licht des Glaubens und die Gemeinschaft mit Jesus und untereinander.
Im Lichte dieser Verbundenheit feiern wir die Eucharistie. In ihr wird Jesus Christus in unserer Mitte gegenwärtig. Im Heiligen Brot kommt Jesus an der Erstkommunionfeier zum ersten Mal in besonderer Weise selbst zu unseren Erstkommunionkindern. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken, mit unserem Licht und mit unseren Gebeten. Und erinnern wir uns bei jedem Empfang der Eucharistie daran, dass Jesus Christus auch unser aller Leben immer wieder mit seinem Licht erhellt.
Wir freuen uns, gemeinsam mit ihnen und ihren Familien dem Licht Jesu zu folgen, und den Weg zur Erstkommunion zu gehen.

Daten Erstkommunion 2021

Ostermontag, 5. April 2021
Pfarrkirche Rieden

Weisser Sonntag, 11. April 2021
Stadtkirche Uznach und Pfarrkirche Ernetschwil

Sonntag, 18. April 2021
Pfarrkirche Schmerikon und Pfarrkirche Gommiswald