Ausserordentliche Lage

Der Bundesrat hat am 16. März die «ausserordentliche Lage» ausgerufen. Daher finden mindestens bis und mit Sonntag, 19. April keine Gottesdienste, Andachten, Rosenkranzgebete und kirchliche Veranstaltungen statt.

Gottesdienstübertragungen in Radio und Fernsehen

Unsere Kirchen und Kapellen bleiben offen: für das persönliche Gebet, Momente der Stille und Besinnung. Aufgrund der aktuellen Lage wurden die Öffnungszeiten der Kirchen am Abend bis 20.00 Uhr verlängert.

Die Seelsorgenden sind weiterhin für Sie da  Kontakt


Zeichen der Hoffnung

Bei der Bekanntgabe der «Ausserordentlichen Lage» sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: «Wir sind gefordert, Distanz zu halten und einander trotzdem nahe zu sein». Das Seelsorgeteam möchte dies auf verschiedene Arten umsetzen. Eine davon ist ein wöchentliches Info-Blatt. Auf diesem Weg möchten wir Sie auf dem Laufenden halten, was trotz der aktuellen Massnahmen des Bundes möglich ist. Dieses Infoblatt wie auch die «Zeichen der Hoffnung» (Bibeltexte, Impulse, Meditationen für den Sonntag) liegen in unseren Kirchen auf oder können bei den Pfarreisekretariaten als Postversand oder beim Pfarreisekretariat Gommiswald  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! als E-Mailversand bestellt werden.


Innehalten

Unsere Kirche kennt die schöne Tradition des Betläutens: jeden Morgen, Mittag und Abend läuten die Glocken und laden zum Gebet ein. Gerade in diesen Zeiten kann das Wissen um ein gemeinsames Gebet heilsam sein, auch wenn es nicht im gleichen Raum stattfinden kann. Aus diesem Grund laden wir ein, beim Abendläuten einen Moment innezuhalten, eine Kerze anzuzünden, das «Vater unser», ein anderes oder ein freies Gebet zu sprechen und an Menschen zu denken, mit denen wir uns besonders verbunden fühlen.

Schmerikon: 19.00 Uhr
Uznach: 19.00 Uhr (ausser Samstag)
Ernetschwil: 20.00 Uhr
Gommiswald: 20.15 Uhr
Rieden: 19.30 Uhr


Ökumenische Aktion

Gemeinsam beten und Kerzen anzünden

Die evangelische und die katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Bis zum Hohen Donnerstag werden im ganzen Land jede Woche Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen, z.B. ein «Vater unser» für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.

Donnerstags, 20.00 Uhr


Kreuzverhüllung

Der Brauch, vom 5. Fastensonntag (in diesem Jahr am 29. März) an bis Ostern die Kreuze und Bilder in den Kirchen zu verhüllen, kam zu einer Zeit auf, in der man das Kreuz als Sieges- und Lebenszeichen verstand. Kreuzesdarstellungen hatten die Gestalt von Triumph-Kreuzen: geschmückt mit Perlen und Edelsteinen. Sie wurden vom damals so genannten „Passionssonntag" an verhüllt, weil man sich in diesen Tagen vor Ostern auf den Aspekt des Leidens und Sterbens Jesu Christi konzentriert(e), um an Ostern die Auferstehung und das Leben zu feiern. Als schliesslich Kreuze mit der Gestalt des leidenden Christus üblich wurden, blieb der Brauch der Verhüllung dennoch erhalten. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass uns nicht immer alles klar vor Augen steht, gerade auch, was das Leid betrifft.


Palmsonntag

Traditionsgemäss werden am Palmsonntag in den Gottesdiensten Palmzweige gesegnet, die dann nach Hause genommen und z. B. an ein Kreuz gesteckt werden können. In unseren Pfarreien werden auch in diesem Jahr am Palmsonntag Zweige gesegnet. Leider ist es aufgrund bischöflicher Weisung nicht möglich, diese in der Kirche zum Mitnehmen aufzulegen. Sie werden aufbewahrt und werden zu einem späteren Zeitpunkt verteilt. Sie sind aber herzlich eingeladen, bei sich zu Hause in einer kleinen Feier den Palmsonntag zu begehen und einen kleinen Palmzweig (bitte nur aus dem eigenen Garten und nicht aus öffentlichen Anlagen) zu segnen. Denn: Segnen kann jeder Getaufte.

Vorschlag für ein Segensgebet


Sonntagskollekten

Jeden Sonntag wird in den Gottesdiensten für einen guten Zweck Geld gesammelt. Diese Kollekteneinnahmen fehlen nun unseren Hilfswerken und damit auch Menschen, die es auch jetzt nötig haben. Es wäre schön, wenn Sie auch ohne Gottesdienst an diese Menschen denken könnten.

Palmsonntag, 5. April: Fastenopfer

In der diesjährigen Fastenzeit steht das Saatgut im Mittelpunkt der Sammelaktion. Es ist Gemeingut, auch Geschenk Gottes. Kein Mensch kann Saatgut «produzieren», sondern nur «manipulieren». Eine Landwirtschaft mit natürlichem, regional angepasstem Saatgut hilft gegen Korruption und Klimawandel. Traditionelles Wissen muss bewahrt werden, gegen neue Sortenschutzgesetze der Konzerne. Darum setzt sich Fastenopfer auf entwicklungspolitischer Ebene dafür ein, dass Saatgut nicht zu monopolisiertem Profit-Gut weniger Agrarmultis wird.

Website

IBAN: CH16 0900 0000 6001 9191 7 (oder wie bis anhin mit dem «Fastensäckli»)


Neuland am Obersee: Pfarrei Rieden

Seit dem vergangenen 1. August wird in unserer Seelsorgeeinheit das Projekt «Neuland amObersee» umgesetzt. Das Seelsorgeteam will mit der neuen Strategie dem Personalmangel begegnen.In den Pfarreien gibt es anstelle der Pfarreibeauftragten nun Seelsorge-Mitarbeitende. Welche Veränderungen für die einzelnen Pfarreien damit verbunden sind, sollen die Berichte aufzeigen, die nun bis zum Sommer an dieser Stelle folgen. Die Seelsorge-Mitarbeitenden kommen selbst zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen. Hilde Hinder, die Seelsorge-Mitarbeiterinin Rieden, macht den Anfang.


Meine ersten Erfahrungen in der neuen Aufgabe

Für mich als Seelsorge-Mitarbeiterin ist es wichtig, dass diePfarreiangehörigen in Rieden bei Pfarreiangelegenheiten eine direkte Ansprechperson haben. Mit dem Tod unserer Pfarreibeauftragten Annemarie Marty bin ich schnell in diese Aufgabe – zunächst noch nicht offiziell beauftragt – hineingewachsen, ist doch mit ihrem Weggang eine grosse Lücke entstanden. Dennoch mussten insbesondere planerische Entscheide getroffen werden, für die es wichtig war, dass jemand aus dem Dorf mitredet. Diese Aufgabe habe ich übernommen. Wohl auch darum sind schon mit dem offiziellen Arbeitsbeginn als Seelsorge-Mitarbeiterin im vergangenen Herbst einzelne Pfarreiangehörige mit Anliegen an mich herangetreten. Ich konnte sie aufnehmen und an die Besprechungen mitnehmen. Wir treffen uns regelmässig im kleineren Kreis im Pfarreizentrum in Gommiswald, wo wir Angelegenheiten der Pfarreien Ernetschwil, Gommiswald und Rieden besprechen. Ich kann aber auch an der Sitzung des Ressorts «Pfarreileben» meine Anliegen in den Kreis der ganzen Seelsorgeeinheit einbringen. Umgekehrt ist es ebenfalls meine Aufgabe, Kontakte mit Gruppen vor Ort zu knüpfen. So durfte ich mit den Bäuerinnen und Landfrauen Rieden das Thema für den Erntedank besprechen, welches dann durch den Liturgiegestaltenden in die Texte einfliessen konnte. Für mich ist es sehr befriedigend, wenn ich sehe, dass ich die Kontakte vor Ort nutzen kann und unsere Pfarrei so ein eigenes Gesicht behält. Auch bei den Sternsingern durfte ich die Gruppe unterstützen, insbesondere mit den administrativen Aufgaben, welche ich über das Pfarreisekretariat erledigen lassen konnte, aber auch mit der Organisation des Aussendungsgottesdienstes. Spürbar mehr Verantwortung habe ich für die Schülergottesdienste übernommen, welche ich – unterstützt von Seelsorger Jürg Wüst – vorbereiten, gestalten und dann auch zusammen mit einem Priester durchführen kann. Seit Beginn meiner neuen Aufgabe habe ich Einsitz im Pfarreirat. Dort wurde ich sehr offen aufgenommen. Angeregt vom Austausch mit den anderen Seelsorge-Mitarbeitenden versuchen wir eine Gruppe für die Hauskommunion in Rieden zu etablieren. Interessierte Kommunionhelferinnen und -helfer haben wir schon gefunden. Es fehlen noch Menschen, die unseren Dienst in Anspruch nehmen. Da werde ich dranbleiben. Alles in allem bin ich sehr motiviert und freue mich, zusammen mit den Pfarreiangehörigen, Rieden als eine lebendige Pfarrei in die Zukunft zu führen. Dabei ist es für mich wichtig zu wissen, dass ich auf die Unterstützung des Seelsorgeteams zählen kann. So wird etwa auch der Pfarreirat bei seiner Klausurtagung im Mai von einem Mitglied des Seelsorgeteams unterstützt.

Hilde Hinder


Erstkommunion 2020 - Jesus, Brot des Lebens

Frisches Brot aus dem Backofen, Schlangenbrot am Lagerfeuer, der Duft, der uns aus einer Backstube entgegenweht – wie herrlich das riecht und welch wunderbare Erinnerungen das weckt …
Stehen wir in der Bäckerei vor dem Brotgestell, fällt uns die Entscheidung, welches Brot wir nehmen wollen, nicht immer leicht. Ob dem üppigen Angebot vergessen wir sehr schnell, wie privilegiert wir doch sind. Denn frisches Brot, ja Brot überhaupt, ist nicht selbstverständlich.
Im Vaterunser beten wir: «Unser tägliches Brot gib uns heute.» Wir bitten um das tägliche Brot. Mit diesem Brot ist jedoch mehr gemeint, als «nur» das Lebensmittel. Mit dieser Bitte bitten wir um alles, was wir zum Leben brauchen. Dieses Brot, von dem hier die Rede ist, ist so kostbar wie die Luft zum Atmen.
Für die Erstkommunion 2020 haben wir in der Seelsorgeeinheit das Thema «Jesus, Brot des Lebens» gewählt.
Wenn wir uns im Religionsunterricht mit dem Thema «Brot» auseinandersetzen, dann geht damit auch die Frage nach unseren Grundbedürfnissen einher. Was brauchen wir, damit es uns gut geht? Damit wir zufrieden sind und uns wohl fühlen? Für die Kinder wird wohl sehr schnell klar werden: Dafür brauchen wir nicht nur Nahrung und Kleidung. Familie und Freunde, Vergnügen und Entspannung, Bewegung und Bildung, Gesundheit und Freiheit, Gemeinschaft und Liebe und vieles mehr gehören zwingend auch dazu.
So werden wir in der Vorbereitung auf die Erstkommunion erleben und erfahren, dass das Wort «Brot» für mehr steht als nur für ein Nahrungsmittel.
Brot zu haben, ist nicht selbstverständlich – ein erfülltes und glückliches Leben auch nicht.
Jesus sagt: «Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.»
Jesus wird im Evangelium «Brot des Lebens» genannt. Damit meinten die Evangelisten, dass er für uns so wichtig ist wie das tägliche Brot. Er wird immer für uns da sein. Er wird uns zur Nahrung für unsere Seele.
Immer, wenn wir miteinander Eucharistie – das grosse Geheimnis unseres Glaubens – feiern, wird Jesus Christus in unserer Mitte gegenwärtig. Ihn selbst dürfen wir im Heiligen Brot als Stärkung für unser Leben empfangen.
So kommt Jesus auf besondere Weise zu unseren Erstkommunionkindern. Das Heilige Brot ist Zeichen seiner Gegenwart, seiner Liebe und seiner immerwährenden Nähe zu jedem Menschen.
Am Erstkommunionsfest feiern die Kinder diese Begegnung das erste Mal. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken und Gebeten und erinnern wir uns bei jedem Empfang des Heiligen Brotes daran, dass Jesus Christus auch uns alle immer wieder für unseren Alltag stärkt.
Die Lehrpersonen freuen sich, den Vorbereitungsweg mit den Erstkommunionkindern und ihren Familien zu gehen.

Aufgrund der Weisung des Bistums müssen die Erstkommunionen im April abgesagt werden. Über das Ersatzdatum und das weitere Vorgehen wird in den kommenden Wochen informiert.