Schaubild des Glaubens

Die Tradition des Hungertuches

Am Aschermittwoch gingen wir in die vierzigtägige Fastenzeit. Durch sie begleitet uns traditionell das Hungertuch, welches während dieser Zeit in den Kirchen aufgehängt wird.
Die Tradition des Hungertuches lässt sich bis etwa ins Jahr 1000 zurückverfolgen. Es hatte ursprünglich den Zweck, während der Fastenzeit den Altarraum zu verhüllen. So sollte es sichtbares Zeichen dafür sein, dass das Göttliche in Jesus während seiner Passion ebenfalls verhüllt blieb, weil er als ganzer Mensch litt und starb. In diesem Zusammenhang nimmt es auch Bezug zum Tempelvorhang, welcher beim Tod Christi am Kreuz zerriss und damit auf die Befreiung Jesu von den Fesseln des Todes hindeutet (vgl. Lk 23, 45). Ab dem 12. Jahrhundert dienten die Hungertücher dann vermehrt der Vermittlung der biblischen Botschaft, die durch die Tuchbemalung der damals grösstenteils leseunkundigen Bevölkerung veranschaulicht und so verkündet werden konnte. Die neuzeitlichen Hungertücher knüpfen an diese veranschaulichende Funktion an. Sie sind eine Art «Schaubilder des Glaubens», welche die Verkündigung Jesu sowie die Botschaft seines Todes und seiner Auferstehung durch die Kraft der Bilder den Menschen vermitteln und so Impulse für die Vorbereitung auf Ostern anbieten.

Das Hungertuch als Schaubild der Versöhnung

In unseren Kirchen wird in der diesjährigen Fastenzeit ein besonderes Hungertuch hängen: jenes, welches vor drei Jahren eigens für unsere Seelsorgeeinheit von der Künstlerin Heidi Käsermann aus Uetliburg gestaltet wurde. Es veranschaulicht das Thema «Versöhnung» und damit ein zentrales Anliegen der Verkündigung Jesu sowie der Fastenzeit.
Die verschiedenen Bilder auf diesem Hungertuch können Impulse für den persönlichen Versöhnungsweg in dieser Fastenzeit geben:

  • Da sind zwei sich umarmende Menschen, die uns sagen, dass Versöhnung dort geschehen kann, wo wir aufeinander zugehen, Vergebung erbitten oder schenken.
  • Die Kerze im Herz setzt ins Bild, dass Versöhnung mit den Mitmenschen, mit sich selbst, mit den eigenen Verletzungen unser Herz zu erhellen vermag.
  • Das Yin-Yang-Zeichen kann daran erinnern, dass der Weg zur versöhnten Harmonie oftmals über die Annahme von Gegensätzen führt.
  • Die blühende Seerose im schmelzenden Eis führt vor Augen, dass frostige Verhältnisse und erstarrte Beziehungen auftauen können, wo Menschen bereit zur Versöhnung sind.
  • Und die Taube sagt uns, dass wir auf den unterstützenden Geist Gottes vertrauen können, der uns begleitet, wo wir Wege der Versöhnung beschreiten und gehen.

Das Hungertuch lädt dazu ein, seine Bilder in das eigene Leben sprechen zu lassen, für sich zu interpretieren und für den eigenen Versöhnungsweg fruchtbar zu machen.


Taizéreise

Auch dieses Jahr lädt die Seelsorgeeinheit zum Schulabschluss alle Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe zu einer Reise nach Taizé ein. Vom Mittwoch, 5. bis Sonntag, 9. Mai können die Jugendlichen in der Communauté von Taizé Einblick in den Alltag der Brüdergemeinschaft gewinnen. Als Gäste von Taizé sind sie eingeladen, das einfache Leben, das Gebet der Brüder und die Begegnung mit ihnen und untereinander zu teilen. Für alle Jugendlichen, die sich darauf einlassen, können diese Tage zu einem tiefen und nachhaltigen Erlebnis werden. Voraussetzung für die Teilnahme an der Reise ist der Besuch einer der Infoabende. Diese dauern ca. 45 Minuten und geben Einblick in das konkrete Programm des Angebots. In Schmerikon fand der Infoanlass am Donnerstag, 21. Januar im Rahmen des Schulfachs ERG statt. Der Termin für die Infoanlässe in Gommiswald und in Uznach wird aufgrund der aktuellen Lage zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Schülerinnen und Schüler, welche keinen Einladungsbrief erhalten haben, melden sich bitte beim Pfarreisekretariat ihrer Pfarrei.


Ökumenische Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle

Im Mittelpunkt der diesjährigen ökumenischen Kampagne von Fastenopfer, Brot für alle, in Zusammenarbeit mit «Partner sein», steht die Klimagerechtigkeit.
Die Klimathematik ist angesichts der Corona-Pandemie etwas aus dem Blickfeld geraten. Und doch ist der Klimawandel nach wie vor da und begleitet die Welt einfach stiller als vor der Pandemie. Die ökumenische Kampagne möchte die Probleme, die aus dem Klimawandel entstehen, wieder in den Fokus rücken.
Sie weist darauf hin, dass die Menschen des globalen Südens von den Folgen des Klimawandels im besonderen Masse betroffen sind, obwohl sie am wenigsten zur Problematik beigetragen haben. Dieser Umstand wirft die Frage nach Gerechtigkeit auf: der «Klimagerechtigkeit». Unter diesem Begriff möchte die ökumenische Kampagne die Politik, die Wirtschaft und die Gesellschaft animieren, die Folgen des Klimawandels im Blick zu behalten und in ihren Handlungen und Entscheidungen zu berücksichtigen – aus Solidarität mit den Menschen, die neben der Coronakrise auch mit den Folgen der Klimakrise täglich zu kämpfen haben. Für diese Menschen engagieren sich Brot für alle und Fastenopfer zusammen mit ihren Partnerorganisationen auch vor Ort in verschiedenen Projekten, die unsere Unterstützung verdienen.


Ökumenische Gottesdienste zum Weltgebetstag

«Auf festen Grund bauen» Durch die Gemeinschaft des Betens und Handelns sind die Frauen in vielen Ländern auf der  ganzen Welt miteinander verbunden. Frauen aus Vanuatu, einer kleinen Inselgruppe im Südpazifik, haben die Feier zum diesjährigen Weltgebetstag gestaltet. Die ökumenischen Gottesdienste zum Weltgebetstag finden in diesem Jahr wie folgt statt.

Freitag, 5. März
19.00 Uhr

Pfarrkirche Schmerikon, Stadtkirche Uznach und Pfarrkirche Rieden


Angebot für Jugendliche: Escape@Home

Escape Rooms sind bei vielen beliebt. Bei diesem Gruppenspiel gilt es, sich durch verschiedene Räume durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben zu befreien und einen Weg nach draussen zu finden. Im Onlinespiel «Escape@Home» kann ähnliches erlebt werden. Das Spiel, zu welchem wir Jugendliche ab zwölf Jahren am Samstag, 6. März von 13.00 bis 15.00 Uhr einladen, verbindet Teamwork und Spielspass zu einem perfekten Gruppenabenteuer. Escape@Home bringt das reale Escape Room-Erlebnis direkt nach Hause ins Wohnzimmer. Die Anmeldung erfolgt via WhatsApp bis Donnerstag, 4. März an Samira Zumstein von der akj Uznach unter ✆ 077 511 17 94. Das JAK-Team freut sich auf viele jugendliche Mitspielerinnen und Mitspieler.

Samstag, 6. März
13.00 bis 15.00 Uhr


Versöhnung

Versöhnungsweg
Von Montag, 8. bis Freitag, 26. März besteht in der Stadtkirche Uznach während der Kirchenöffnungszeiten die Möglichkeit, den Versöhnungsweg zu begehen. Im Rahmen dieses Weges kann am Donnerstag, 18. März von 19.00 bis 20.00 Uhr in der Stadtkirche Uznach mit Pfarrer Michael Pfiffner zudem ein Beicht- oder Versöhnungsgespräch geführt werden.

Montag, 8. März bis Freitag, 26. März
Stadtkirche Uznach

Donnerstag, 18. März
19.00 bis 20.00 Uhr
Stadtkirche Uznach

Versöhnungsfeiern
An folgenden Daten werden in unserer Seelsorgeeinheit Versöhnungsfeiern angeboten:

Dienstag, 23. März
19.00 Uhr

Pfarrkirche Gommiswald

Mittwoch, 24. März
19.00 Uhr

Pfarrkirche Rieden

Palmsonntag, 28. März
17.00 Uhr

Pfarrkirche Schmerikon


Firmweg 2020–2021

Noch bevor sich die Corona-Massnahmen wieder verschärften, startete im letzten November der Firmweg mit dem Eröffnungsabend. Dabei konnten sich Firmbegleiterinnen und -begleiter und Firmjugendliche kennenlernen und Gruppen für weitere Aufträge definiert werden. Aufgrund der wieder verschärften Massnahmen hat sich danach das Firmteam dazu entschieden, den Firmweg zu digitalisieren. So reisen die Firmjugendlichen dieses Jahr nicht nach St. Gallen, um ihrem Firmspender Bischof Markus persönlich zu begegnen. Sie treffen ihn online via Zoom. Auch die Gruppenabende sowie das Firmwochenende werden teils online und teils als Gottesdienst im kleinen Rahmen durchgeführt. Die Firmverantwortlichen erhoffen sich, dass die Firmjugendlichen trotz der fehlenden persönlichen Kontakte viel vom Firmweg profitieren können – und vielleicht sind vor der Firmung doch noch Treffen möglich, welche persönliche Kontakte ermöglichen werden.
Firmweggebet
Die Firmjugendlichen sind zusammen mit ihren Eltern, Grosseltern, Paten und Bekannten am Dienstag, 9. März um 20.00 Uhr in die Stadtkirche Uznach oder am Mittwoch, 10. März um 20.00 Uhr in die Pfarrkirche Gommiswald eingeladen. In einer meditativen Stunde wird dort Raum sein, die Firmjugendlichen im Gebet und mit guten Wünschen zu begleiten.

Dienstag, 9. März
20.00 Uhr

Stadtkirche Uznach

Mittwoch, 10. März
20.00 Uhr

Pfarrkirche Gommiswald


Was Paare stark macht: Paarlife

An drei Abenden regen wissenschaftlich abgestützte Impulsvorträge dazu an, im diskreten Zweiergespräch als Paar den Bogen in den Beziehungsalltag zu schlagen und die Impulse nachhaltig nutzbar zu machen. Die Abende schliessen mit einem spirituellen Gedanken. Dieses Angebot wurde von Prof. Dr. Guy Bodenmann, dem renommierten Paarforscher der Universität Zürich, unter dem Label paarlife.ch entwickelt.

Leitung: Jürg Wüst, lizenzierter Paarlife-Kursleiter
Kosten: Fr. 150.– pro Paar inkl. Buch «Was Paare stark macht» von Guy Bodenmann/Caroline Fux
Teilnehmerzahl: mindestens fünf bis maximal zwölf Paare
Anmeldung bis Montag, 15. März an   E-Mail
Falls es die Massnahmen nicht zulassen, wird der Kurs über Zoom abgehalten.

Mittwoch, 24. März — Dienstag, 6. April — Donnerstag, 29. April
jeweils von 19.00 - 22.00 Uhr

Pfarreizentrum Gommiswald
 


Erstkommunion 2021:

«Jesus ist das Licht der Welt»

 
Es werde Licht
«Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: ‹Es werde Licht›. Und es wurde Licht.»
Mit diesen Worten beginnt unsere Heilige Schrift, die Bibel. Sie besagen: ohne Licht geht gar nichts, mit Licht ist alles möglich. Mit diesem Licht sind jedoch nicht nur natürliche und künstliche Lichtquellen gemeint, sondern auch das Licht in unseren Herzen, das allein von Gott kommt. Dieser Begriff des Lichtes zieht sich durch die ganze Bibel, bis hin zu Jesus, der von sich selbst sagt: «Ich bin das Licht der Welt.»
 
Wer oder was ist Licht?
Bei einer Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern zum Thema «Licht» sind einige überraschende Begriffe aufgetaucht: Lampen, Laser, Feuer, Kerzen, Sonne. Aber auch Polarlichter, Glühwürmchen, Positionslichter, Lichtgeschwindigkeit, Taufkerze und vieles mehr.
Licht in den verschiedenen Formen hat für uns unterschiedliche Bedeutungen. Das Licht erleichtert uns den Alltag, damit wir unserer Arbeit und unseren Freizeitbeschäftigungen auch nachts nachkommen können. Früher half das Sternenlicht den Seefahrern den richtigen Weg zu finden und Leuchtfeuer und Leuchttürme markierten Klippen, Küsten und Häfen. Doch Licht ist noch viel mehr. Die verschiedenen Lichtquellen wecken in uns unterschiedliche Gefühle. So vermittelt das Licht der Kerze Geborgenheit und Ruhe, ein Cheminéefeuer kuschelige Wärme, die Sonne weckt unsere Lebensenergie und stärkt unsere Lebensfreude, der klare Sternenhimmel bringt uns zum Staunen und Taschenlampen geben uns Sicherheit und Orientierungshilfe.
So werden wir uns in der Vorbereitung auf die Erstkommunion darüber Gedanken machen, wer oder was uns in unserem Leben Licht ist und Orientierung sowie Sicherheit gibt. Wir wollen dem Licht Jesu folgen und zu erkennen versuchen, dass wir durch ihn nicht länger in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben. Wir wollen die Zuversicht teilen, dass wir verbunden mit Jesus unseren Weg finden und er uns durch alle Lebenslagen begleiten wird. Tief in unseren Herzen versuchen wir das Licht des Lebens zu spüren – jenes Licht, das uns Kraft, Geborgenheit und Orientierung gibt.

Das Licht der Welt
Wie wir in besonderen Momenten unseres Lebens eine Kerze entzünden, um unser Gebet zu verstärken und unsere Verbundenheit mit Gott zu zeigen, so zünden wir in der Osternacht jeweils die neue Osterkerze an und tragen sie in die dunkle Kirche. Diese Kerze symbolisiert den auferstandenen Christus, das Licht der Welt. Welch grosse Freude spüren wir, wenn das Licht der Auferstehung, das Zeichen der unendlichen Liebe Gottes, zu uns Menschen kommt und den Raum der Kirche und unsere Herzen erfüllt.

Gemeinschaft
mit Jesus und untereinander

Unsere Erstkommunionkinder bereiten sich auf das grösste Geheimnis unseres Glaubens vor, den Empfang des Heiligen Brotes, das Jesus selber ist. Wie schon bei ihrer Taufe, entzünden wir auch an ihrer Tauferinnerung ihre Taufkerze an der Osterkerze und feiern so das Licht des Glaubens und die Gemeinschaft mit Jesus und untereinander.
Im Lichte dieser Verbundenheit feiern wir die Eucharistie. In ihr wird Jesus Christus in unserer Mitte gegenwärtig. Im Heiligen Brot kommt Jesus an der Erstkommunionfeier zum ersten Mal in besonderer Weise selbst zu unseren Erstkommunionkindern. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken, mit unserem Licht und mit unseren Gebeten. Und erinnern wir uns bei jedem Empfang der Eucharistie daran, dass Jesus Christus auch unser aller Leben immer wieder mit seinem Licht erhellt.
Wir freuen uns, gemeinsam mit ihnen und ihren Familien dem Licht Jesu zu folgen, und den Weg zur Erstkommunion zu gehen.

Daten Erstkommunion 2021

Ostermontag, 5. April 2021
Pfarrkirche Rieden

Weisser Sonntag, 11. April 2021
Stadtkirche Uznach und Pfarrkirche Ernetschwil

Sonntag, 18. April 2021
Pfarrkirche Schmerikon und Pfarrkirche Gommiswald